Frisch gebackene Zimtschnecken duften nach Butter, Zimt und warmem Hefeteig. Am besten schmecken sie, wenn sie noch leicht warm sind und die Frischkäseglasur langsam über die weichen Schnecken läuft. Für dieses Rezept brauchst du etwas Zeit zum Gehenlassen, aber die einzelnen Schritte sind einfach.
Der Hefeteig wird aus Mehl, Milch, Hefe, Butter und einem Ei zubereitet. Darauf kommt eine süße Zimtfüllung. Nach dem Aufrollen schneidest du die Teigrolle in Stücke und setzt sie nebeneinander in eine Form. Beim Backen gehen die Schnecken weiter auf und bleiben dort, wo sie sich berühren, besonders weich.
Du kannst die Zimtschnecken zum Nachmittagskaffee, für ein gemütliches Frühstück oder für Gäste backen. Auch ohne Glasur schmecken sie gut. Die leicht säuerliche Frischkäsecreme passt jedoch besonders schön zur süßen Füllung.
Rezept auf einen Blick
Vorbereitungszeit: etwa 30 Minuten
Gehzeit: insgesamt etwa 75 bis 100 Minuten
Backzeit: etwa 23 bis 28 Minuten
Ergibt: 12 Zimtschnecken
Form: ungefähr 25 × 35 cm
Backtemperatur: 180 °C Ober- und Unterhitze
Zutaten für 12 Zimtschnecken
Für den Hefeteig
500 g Weizenmehl, Type 550 oder 405
250 ml lauwarme Milch
21 g frische Hefe oder 1 Päckchen Trockenhefe
75 g weiche Butter
70 g Zucker
1 Ei, Größe M
½ Teelöffel Salz
Für die Zimtfüllung
90 g sehr weiche Butter
100 g brauner Zucker
2 Esslöffel gemahlener Zimt
Für die Frischkäseglasur
120 g Frischkäse natur
70 g Puderzucker
1 bis 2 Esslöffel Milch
½ Teelöffel Vanilleextrakt, nach Wunsch
Außerdem:
etwas Butter für die Backform
wenig Mehl für die Arbeitsfläche
Tipp: Nimm die Butter für Teig und Füllung rechtzeitig aus dem Kühlschrank. Die Butter für die Füllung soll sich leicht verstreichen lassen, aber nicht flüssig sein.
So bereitest du die Zimtschnecken zu
1. Hefe und Milch vermischen
Gib die lauwarme Milch in eine große Schüssel. Brösele die frische Hefe hinein und rühre um. Wenn du Trockenhefe verwendest, kannst du sie stattdessen mit dem Mehl vermischen.
Die Milch sollte angenehm warm sein, keinesfalls heiß. Du kannst sie kurz erwärmen und mit dem Finger prüfen. Ist sie für deine Hand schon unangenehm heiß, lass sie vor der Verwendung etwas abkühlen.
2. Hefeteig kneten
Gib Mehl, Zucker, Ei, weiche Butter und Salz zur Milch. Verknete alles mit den Knethaken einer Küchenmaschine oder eines Handmixers mehrere Minuten. Von Hand funktioniert es ebenfalls, braucht aber etwas mehr Zeit.
Der Teig soll glatt, weich und elastisch werden. Anfangs kann er etwas an der Schüssel haften. Knete weiter, bevor du zusätzliches Mehl zugibst. Nur wenn er auch nach gründlichem Kneten sehr stark klebt, kannst du wenig Mehl ergänzen.
Forme den fertigen Teig zu einer Kugel und lege ihn zurück in die Schüssel. Decke sie mit einem sauberen Küchentuch oder einem Deckel ab.
3. Teig gehen lassen
Stelle die Schüssel an einen warmen, zugfreien Ort. Lass den Teig ungefähr 60 bis 75 Minuten gehen, bis er sichtbar größer geworden ist.
Die genaue Zeit hängt von der Temperatur in deiner Küche ab. An einem warmen Tag geht der Teig möglicherweise schneller auf; in einer kühlen Küche braucht er länger. Entscheidend ist sein Volumen, nicht eine ganz bestimmte Minute.
Während der Teig geht, kannst du die Backform einfetten und die Zutaten für die Füllung bereitstellen.
4. Zimtfüllung vorbereiten
Vermische den braunen Zucker mit dem Zimt in einer kleinen Schüssel. Rühre beides gut durch, damit der Zimt später möglichst gleichmäßig auf dem Teig verteilt ist.
Die Butter für die Füllung sollte sehr weich sein. Ist sie noch fest, lässt sie sich nur schwer auf den ausgerollten Teig streichen. Schmelze sie aber nicht vollständig: Flüssige Butter kann beim Aufrollen zusammen mit dem Zucker aus dem Teig laufen.
5. Teig ausrollen und füllen
Gib den aufgegangenen Teig auf eine leicht bemehlte Arbeitsfläche. Drücke ihn kurz flach und rolle ihn zu einem Rechteck von ungefähr 40 × 30 cm aus.
Bestreiche die Oberfläche gleichmäßig mit der weichen Butter. Lass an einer der längeren Seiten ungefähr zwei Zentimeter frei. Verteile die Zimt-Zucker-Mischung über der gebutterten Fläche und drücke sie mit der flachen Hand leicht an.
Der freie Rand hilft dir später, die Teigrolle zu schließen. Versuche, die Füllung bis in die übrigen Ecken zu verteilen, damit auch die äußeren Schnecken nach Zimt schmecken.
6. Teig aufrollen und schneiden
Rolle den Teig von der langen Seite her möglichst gleichmäßig auf. Beginne an der vollständig bestrichenen Seite und rolle in Richtung des freigelassenen Randes. Drücke die Naht am Ende leicht fest.
Schneide die Rolle mit einem scharfen Messer in zwölf ungefähr gleich breite Stücke. Drücke dabei nicht zu stark, damit die Schnecken ihre runde Form behalten. Du kannst die Stücke vor dem Schneiden leicht markieren und die Rolle zunächst halbieren, dann jede Hälfte in sechs Stücke teilen.
Setze die Schnecken mit der Schnittfläche nach oben in die gefettete Form. Lass zwischen ihnen etwas Platz, denn sie gehen noch auf.
7. Schnecken ein zweites Mal gehen lassen
Decke die Form locker ab und lass die Zimtschnecken weitere 15 bis 25 Minuten ruhen. Sie sollen etwas größer und luftiger werden.
Heize währenddessen den Backofen auf 180 °C Ober- und Unterhitze vor. Stelle die Form erst hinein, wenn der Ofen die Temperatur erreicht hat.
8. Zimtschnecken backen
Schiebe die Form auf die mittlere Schiene und backe die Schnecken etwa 23 bis 28 Minuten. Die Oberseiten sollen leicht goldbraun sein. Prüfe besonders eine Schnecke in der Mitte der Form: Dort braucht der Teig manchmal etwas länger als am Rand.
Backe die Zimtschnecken nicht unnötig dunkel. Nimm sie heraus, sobald sie durchgebacken sind und eine schöne goldene Farbe haben. Lass sie anschließend ungefähr 10 bis 15 Minuten in der Form abkühlen.
9. Frischkäseglasur anrühren
Verrühre Frischkäse und Puderzucker in einer kleinen Schüssel zu einer glatten Creme. Gib nach Wunsch Vanille dazu. Rühre zunächst einen Esslöffel Milch ein und prüfe die Konsistenz.
Für eine dickere Glasur reicht möglicherweise ein Esslöffel Milch. Möchtest du sie über die Schnecken träufeln, füge vorsichtig etwas mehr hinzu. Die Glasur soll fließen, aber nicht so dünn sein, dass sie vollständig zwischen den Schnecken verschwindet.
Verteile sie auf den noch leicht warmen Zimtschnecken. Ein Teil wird in die Oberfläche einziehen, der Rest bleibt als cremiger Belag sichtbar. Serviere die Schnecken anschließend möglichst frisch.
So wird Hefeteig besonders weich
Ein weicher Hefeteig beginnt mit dem richtigen Verhältnis der Zutaten. Die Milch gibt Feuchtigkeit, Butter und Ei machen ihn geschmeidig. Gib beim Kneten nicht vorschnell viel zusätzliches Mehl dazu, auch wenn der Teig anfangs leicht klebt.
Gründliches Kneten hilft ihm, glatter und elastischer zu werden. Wenn du ihn von Hand bearbeitest, plane dafür einige Minuten ein. Er soll sich dehnen lassen und nicht mehr wie eine lose Mischung aus Mehl und Milch aussehen.
Auch die Gehzeit ist wichtig. Der Teig muss vor dem Ausrollen sichtbar aufgegangen sein. Nach dem Formen bekommen die Schnecken noch eine kurze zweite Ruhezeit. So können sie im Ofen weiter aufgehen und bleiben weich.
Warum wird die Butter für die Füllung nicht geschmolzen?
Weiche Butter lässt sich gleichmäßig auf dem ausgerollten Teig verteilen. Der Zimtzucker haftet daran und bleibt beim Aufrollen besser an seinem Platz.
Vollständig geschmolzene Butter kann dagegen leicht an den Seiten herauslaufen. Ein Teil der Füllung sammelt sich dann schon vor dem Backen am Boden der Form. Die Schnecken schmecken weiterhin gut, aber die Verteilung ist weniger gleichmäßig.
Wenn du vergessen hast, die Butter aus dem Kühlschrank zu nehmen, schneide sie in kleine Stücke und lass sie kurz bei Raumtemperatur stehen. Bearbeite sie anschließend mit einem Löffel, bis sie streichfähig ist.
So rollst du gleichmäßige Schnecken
Rolle den Teig zu einem möglichst gleichmäßigen Rechteck aus. Die Dicke muss nicht auf den Millimeter genau stimmen. Versuche jedoch, sehr dicke Stellen an den Rändern zu vermeiden.
Beginne beim Aufrollen mit einer festen ersten Umdrehung. Rolle danach gleichmäßig weiter, ohne den Teig stark zu ziehen. Eine zu lockere Rolle kann beim Schneiden auseinanderfallen; eine sehr fest zusammengedrückte Rolle lässt dem Teig wenig Platz zum Aufgehen.
Falls einzelne Schnecken nach dem Schneiden etwas unförmig aussehen, kannst du sie mit den Händen vorsichtig wieder rund formen. Nach dem zweiten Gehen und Backen fallen kleine Unterschiede kaum noch auf.
Wann kommt die Glasur darauf?
Das hängt davon ab, wie du deine Zimtschnecken am liebsten magst. Auf warmen Schnecken wird die Glasur weicher und zieht teilweise ein. So entsteht eine süße, cremige Oberfläche.
Auf vollständig abgekühlten Schnecken bleibt sie dicker und klarer sichtbar. Beide Möglichkeiten schmecken gut. Wenn du die Schnecken für ein Buffet vorbereitest und ordentlich anrichten möchtest, lass sie vor dem Glasieren lieber etwas länger abkühlen.
Bewahre Zimtschnecken mit Frischkäseglasur wegen des Belags im Kühlschrank auf. Für den besten Geschmack kannst du eine Portion kurz vor dem Essen herausnehmen, damit sie nicht eiskalt ist.
Drei einfache Varianten
Mit etwas Kardamom: Gib eine kleine Prise gemahlenen Kardamom zur Zimt-Zucker-Mischung. Der Geschmack ist deutlich, deshalb genügt wenig.
Mit gehackten Nüssen: Streue eine kleine Handvoll fein gehackte Walnüsse über die Füllung. Rolle den Teig anschließend wie beschrieben auf. Schneide die Nüsse nicht zu grob, damit sich die Rolle gut formen lässt.
Ohne Glasur: Lass die Frischkäsecreme weg und bestäube die vollständig abgekühlten Schnecken leicht mit Puderzucker. Diese Variante ist etwas schlichter und lässt den Zimtgeschmack stärker hervortreten.
Probiere zunächst das Grundrezept. Danach kannst du entscheiden, ob du beim nächsten Mal mehr Zimt, eine dünnere Glasur oder zusätzliche Nüsse möchtest.
Kann ich Zimtschnecken vorbereiten?
Du kannst die Schnecken am Vortag vollständig backen. Lass sie abkühlen und bewahre sie ohne Glasur gut abgedeckt auf. Die Frischkäseglasur rührst du am besten erst vor dem Servieren an.
Möchtest du die Schnecken wieder etwas wärmer genießen, erwärme sie ohne Glasur kurz und vorsichtig. Danach kannst du die Creme darauf verteilen. Achte darauf, dass sie nur warm und nicht sehr heiß sind, wenn die Glasur sichtbar bleiben soll.
Auch das Einfrieren ist möglich. Lass die gebackenen Schnecken vollständig abkühlen und friere sie ohne Glasur portionsweise ein. Nach dem Auftauen kannst du sie kurz erwärmen und frisch glasieren.
Häufige Fragen
Warum sind meine Zimtschnecken trocken geworden?
Sie waren möglicherweise etwas zu lange im Ofen oder der Teig enthielt zu viel zusätzliches Mehl. Prüfe sie beim nächsten Mal früher und nimm sie heraus, sobald sie durchgebacken und leicht goldbraun sind.
Kann ich Trockenhefe verwenden?
Ja. Ein Päckchen Trockenhefe passt zur angegebenen Mehlmenge. Mische sie mit dem Mehl und bereite den Teig anschließend wie beschrieben zu. Beobachte während der Gehzeit, ob er sichtbar größer wird.
Warum läuft die Füllung etwas aus?
Ein kleiner Teil der Butter-Zucker-Mischung kann beim Backen am Boden der Form landen. Das ist normal. Wenn sehr viel ausläuft, war die Butter möglicherweise zu flüssig oder die Teigrolle wurde zu locker geformt.
Kann ich die Glasur weglassen?
Natürlich. Die Zimtschnecken schmecken frisch gebacken auch ohne Frischkäseglasur. Du kannst sie pur essen oder nach dem Abkühlen leicht mit Puderzucker bestäuben.
Fazit
Selbst gemachte Zimtschnecken brauchen etwas Zeit für den Hefeteig, belohnen dich aber mit einem herrlichen Duft und einer weichen, zimtigen Mitte. Die Frischkäseglasur macht sie besonders cremig und lässt sich nach deinem Geschmack dicker oder dünner anrühren.
Serviere die Schnecken noch leicht warm und stelle die Form einfach auf den Tisch. So kann sich jeder ein Stück aussuchen – vielleicht sogar ein zweites.

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